Konstantin Lausecker
08. März 2026
Konstantin Lausecker vermietet selbst – und hat QuckQuck gebaut, weil kein bestehendes Tool die Realität österreichischer Privatvermieter wirklich verstand. Ein ehrliches Gespräch über Excel-Chaos, österreichisches Mietrecht und die Vision hinter der App.
Was macht ein Entwickler, der plötzlich Vermieter wird – und merkt, dass die vorhandenen Tools für seinen Alltag schlicht nicht passen? Er baut selbst eines. Konstantin Lausecker, Gründer von QuckQuck, hat genau das getan. Im folgenden Gespräch erzählt er, wie aus handgeschriebenen Zetteln in Mappen eine App wurde, die österreichische Privatvermieter durch ihren Alltag führt – und warum ihm Feedback dabei wichtiger ist als jede Roadmap.
Wie hat deine Vermieter-Geschichte eigentlich begonnen?
"Begonnen hab ich mit meiner Vermietung so wie die meisten wahrscheinlich. Man sieht es nicht kommen – und auf einmal ist man in der Lage, eine große Anzahl von Wohnungen in verschiedenen Zuständen und mit den unterschiedlichsten Mietern managen zu müssen."
Die Unterlagen, die Konstantin bei der Übernahme erhielt, bestanden aus handgeschriebenen Zetteln, unsortiert in Mappen abgeheftet. Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten: unübersichtliche Türnummern, nicht auffindbare Dokumente wie Ausweise, Mietverträge oder Brandschutzbescheide. Seine Reaktion war die eines Ingenieurs: er digitalisierte alles, erstellte Excel-Listen und Word-Vorlagen, holte Rat bei Anwälten, Steuerberatern und Hausverwaltungen.
"Und trotz dieser großen Menge an Quellen und Einflüssen war eines stetig da: ein kleines Chaos, das permanent zusammengehalten werden musste. Die wöchentliche Einpflegung der Rechnungen, die manuelle Überwachung aller Fristen und Mieteingänge. Grad am Anfang fragt man sich da schon, ob das nicht irgendwie smarter geht."
Was war der Moment, der den Ausschlag gegeben hat, eine eigene App zu bauen?
"Diesbezüglich bin ich durch mein Studium im Bereich der Datenverarbeitung ein bisschen 'vorgeschädigt'."
Konstantin lacht bei diesem Satz – aber er trifft es gut. Als analytischer Mensch, der Probleme systematisch lösen will, konnte er es schlicht nicht ertragen, dieselben wiederkehrenden Aufgaben immer wieder manuell zu erledigen: die Vorlagensuche, das ewige Eintippen und Anpassen von Word-Dateien, das zeilenweise Durchforsten von Kontoauszügen. "Ich mag es grundsätzlich nicht, meine Zeit mit wiederkehrenden Tasks zu verbringen, wenn ich mir denke: das könnte ich doch einmal automatisieren."
Warum speziell für österreichische Privatvermieter – reicht nicht eine deutsche App?
Das ist eine der wichtigsten Fragen überhaupt – und der Grund, warum QuckQuck existiert. "Als ich mich initial mit der Vermietung auseinandergesetzt habe, ist mir aufgefallen, dass die Vermietung von Immobilien in vielen Ländern sehr unterschiedlich abläuft. Deutsche Tools treffen oft nicht wirklich auf den österreichischen Markt zu. Vorlagen für Dokumente aus einer deutschen App sind bei uns meist nicht rechtssicher."
Das ist kein Kleinigkeit. Österreichisches Mietrecht – mit seinen Unterschieden zwischen Vollanwendung und Teilanwendung des MRG, den Regelungen zur Richtwertmiete, oder den Besonderheiten im WEG-Bereich – ist für sich ein eigenes Kapitel. QuckQuck ist von Grund auf für diesen Rechtsrahmen gebaut.
Was übersieht jemand, der sagt: "Ich komm mit meinem Excel-Ordner gut aus"?
Hier gibt Konstantin eine überraschend ehrliche Antwort: "Ganz ehrlich? Das funktioniert auch super. Ich hab das selbst so gemacht."
Aber dann kommt das Aber: "Die Möglichkeiten mit einer eigenen App, den Verbindungen zu Bank und externen Diensten, eine App die 24/7 online ist und deine Vermietung im Überblick hat – das ist allerdings 100x cooler. Wenn dir Daten und ein guter Überblick gefallen, dann solltest du QuckQuck unbedingt ausprobieren. Mein Ziel ist es, dir ein Zuhause für deine Vermietung zu geben."
Was sind die häufigsten Stolperfallen im österreichischen Mietrecht?
"Die typische Stolperfalle ist, nicht zu wissen, welches Recht für einen persönlich gilt. Wie oft ich schon mit Vermietern im Gespräch darauf gekommen bin, dass diese nicht sicher sind, ob sie als Unternehmer oder Privatperson agieren – ob es nun Vollanwendung MRG oder doch nur Teilanwendung ist."
QuckQuck soll hier Orientierung bieten und Vermieter durch diesen rechtlichen Dschungel führen. Weitere Features in diese Richtung sind bereits in Planung – wer keine Neuigkeiten verpassen will, dem empfiehlt Konstantin den Newsletter.
Wo steht QuckQuck in zwei Jahren?
"Ich möchte erreichen, dass ich den Alltag von Vermietern in ganz Österreich erleichtere. Ich sehe QuckQuck als eine rege Community von Vermietern, die sich austauschen können, Fragen schnell beantwortet bekommen und anderen mit ihrem Wissen behilflich sind."
Die Finanzen im Blick, Mietverträge griffbereit, Dokumente rechtssicher – und das alles mit Automatisierungen, die wirklich Zeit sparen. "Niemals wieder im Dunkel irren" – so fasst Konstantin seine Vision zusammen. Ein Satz, der wohl jedem Vermieter aus der Seele spricht, der schon einmal um Mitternacht nach einem Mietvertrag gesucht hat.
Feedback ist keine Floskel – sondern das Fundament
Was QuckQuck von vielen anderen Tools unterscheidet, ist die Art, wie mit Nutzer-Feedback umgegangen wird. Es gibt ein dediziertes Feedback-Portal direkt in der App, wo Wünsche, Probleme und Anregungen eingetragen – und deren Status verfolgt werden kann. "Ich meine es ernst, wenn ich schreibe: mit deinem Feedback wächst QuckQuck. Du wirst staunen, wie schnell dein Feature da ist."
Drei Monate kostenlos testen, täglich kündbar, danach 0,17 € pro Wohneinheit pro Tag. Wer als Privatvermieter in Österreich endlich Ordnung in seine Vermietung bringen will – ohne sich durch deutsche Vorlagen und unpassende Tools zu kämpfen – ist bei QuckQuck genau richtig.
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Geschrieben von
Konstantin Lausecker
Teil des QuckQuck Teams. Wir helfen dir, deine Vermietung professionell zu managen.